Abgrenzung und Anpassung

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Normalerweise wird ein “Look” mehr oder weniger konsequent bei einer Kollektion durchgezogen. Nicht so bei Vetements, die vieles neu, andersartig angehen, angefangen vom simplen Namen (frz. Kleidung).

Vetements Mastermind Demna Gvasalia schickte 36 Stereotypen auf den Laufsteg: Punk, Emo, Gothic, Stoner, Sekretärin, Rentner etc. Gvasalia, der schon immer von Soziologie beeinflusst war, spielte mit einem der interessantesten Phänomene der Mode: Anpassung und Abgrenzung.

Der Gothic, mit Piercing, schwarz gefärbten Haaren, langen Ledermantel und schweren Boots grenzt sich von der Gesellschaft ab und zeigt – im gleichen Maß – seine Zugehörigkeit zu seiner Gruppierung.

Inspirationsvorlage für Demna’s neue Kollektion war “Exactitudes” – die Arbeit von Fotograf Ari Versluis und Profiler Ellie Uyttenbroek. Sie begannen Oktober ab 1994 damit – viele Jahre vor Sartorialist und Co. – Menschen auf der Straße zu fotografieren.

Um diese Fotos dann in Serien wiederum anderen Menschen zu zuordnen, so wird das Streben nach Individualität aufgezeigt, was oftmals – bewusst oder unterbewusst – in Zuordnung endet.

Als Einladung zur Vetements Show wurden “Fake-Identitäten” (Führerschein etc.) von verschiedenen Personen an die Gäste der Show verschickt, um das Kollektionsthema zu “teasen”.

Die Models kamen auf der Rolltreppe, welche symbolisch für Massenkonsum steht, auf den “Catwalk” im Pariser Kunstmuseum “Centre Pompidou”, in dem die konzeptuell spannende Haute Couture Show stattfand.

Category: Fashion Shows

Tags: Haute Couture, Vetements

Von: David Kurt Karl Roth

via: FuckingYoung

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