Berlin Fashion Week: Patrick Mohr

Unser Lieblingsmünchner, Patrick Mohr, hat heute um 16.30 Uhr seine neue Kollektion im Fashion Week Zelt am Berliner Bebelplatz präsentiert. In dieser Saison zeigt sich der Designer deutlich weniger sperrig als früher. Er verzichtet gänzlich auf Show Pieces. Alles ist tragbar.

In dieser Saison auch für weniger avantgardistische Menschen tragbar.

Die Teile der Kollektion bestehen überwiegend aus festen, eher steifen Stoffen in gedeckten, dunklen Farben. Neben einigen Mänteln, einer Kapuzenjacke mit Reissverschluss, einem Cardigan, einer schwarzen Jacke, die den Entwürfen Damir Domas nicht unähnlich ist und den obligatorischen Jeans wurden auch avantgardistischere Entwürfe gezeigt. Absolutes Highlight der Show war ein schwarzer Poncho, der in mehreren Lagen verarbeitet war. Das Model trug dazu eine auch sehr schöne weiße Hose.

Die Modelle, grobschlächtige Jungs und dünne Mädchen, wurden – das kennt man von Mohr – geschlechterneutral gestylt. Lange angeklebte Haarteile wurden nach hinten gegelt, die Augenbrauen weggeschminkt, der Mund mit doppelseitigem Klebeband zugeklebt, sodass ein verbissener Gesichtsaudruck und keine Lippen zu erkennen waren. Die Models liefen allesamt Barfuß. Während früher Bodybuilder, Schnecken und Obdachlose Patrick Mohrs Mode zeigten, sahen wir heute ausschließlich professionelle Models.

Patrick Mohr ist mit seiner neuen Kollektion zugänglicher geworden und macht sich so für ein größeres Klientel interessant. Dass er darüber hinaus aber auch mit fantastischen Entwürfen, wie dem schwarzen Poncho zu glänzen weiß, macht ihn umso glaubwürdiger. Wir werden seinen weiteren Weg gespannt verfolgen.

Der Poncho, der uns begeisterte. Im Hintergrund der Knallfrosch Jan-Henrik Scheper-Stuke.

Eine Hose mit komplett verbundenen Beinen.

Uniformierte Modelle.

Patte Mohr, der Chef.

Alle Fotos: David Roth.

Category: Fashion Week Berlin

Tags: Bebelplatz, Berlin, Fashion Week Berlin, Patrick Mohr

Von: Carl Jakob Haupt

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