Bye, Bye: Sock Sneakers

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Vetements x Reebok

Zara

Balenciaga

ADIDAS NMD

Es ist kein neues Phänomen, dass die Mode sich in Hybriden versucht – und daran scheitert. Der Jogging-Anzug, um ein besonders perveses Beispiel zu nennen. Oder aber, aktuell omnipräsent in den den Produkt-Portfolios jedes Sneaker-Brands: Sock-Sneakers.

Der Name lässt es bereits erahnen: eine Fusion von Socken und Sneaker. Der erste Sock-Sneaker wurde 1986 erfunden, von Tinker Hatfield, damit man ihn ihm bequem einen Marathon laufen kann, das gelang dann tatsächlich Runner Ingrid Kristiansen. Sie gewann den Bosten Marathon im „Nike Sock Racer“.

Doch im Mode-Mainstream spielte der erste Sock-Sneaker keine Rolle. Erst viele Jahre später kam der Durchbruch und die bis heute nicht enden wollende Obsession der Modewelt mit diesem fraglosen bequemen, aber ästhetisch eher fragwürdigen Hybriden:

2000 entwarf Tobie Hatfield den „Nike Presto“ (T-Shirt for your Feet), 2004 folgte der „Nike Sock Dart“, der 10 Jahre später re-released wurde und die Welle von unzähligen Sock-Sneaker-Designs lostrat. ADIDAS brachte den NMD in mindestens 30.000 Colour Ways raus. Auch Skechers, Kanye West, Virgil Abloh, Puma, Under Armour und Balenciaga versuchten sich im Sock-Sneaker-Business.

Und nicht zuletzt ZARA. Es ist an der Zeit sich mal was etwas Neues zu überlegen. Denn gegen den Sock-Sneaker sprechen ein paar triftige Gründe: Overdone:

Im Regen macht der Sock-Sneaker soviel Freude, wie der nicht enden wollende Besuch des Berliner Bürgeramts. Der große Onkel, nicht unebdingt bekannt als der schönste Part des Körpers, zeichnet oftmals allzu deutlich ab. Sock-Sneaker die wadenhoch enden, davon gibt es viel zu viel, lassen den Träger aussehen, als wäre er auf dem Weg zur nächsten Drag-Party in zu kleinen Overknees. Und ein Arsch-Tritt mit den Fuß umschmeichelnden Sock-Sneakers schmerzt genau einer Person: dem Sock-Sneaker-Träger.

Category: News

Tags: ADIDAS NMD, Balenciaga, Sock Sneakers

Von: David Kurt Karl Roth

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