Copenhagen: Art Guide

🇩🇰🇩🇰
Ed Atikins

Den Frie Museum

"Asylum" by Julian Rosefeldt / Nikolaj Kunsthal

Pølser, schöne, stets stilvoll gekleidete Menschen, Space Cookie in Christiania, bester Summer Hang Out: Königin-Luisen-Brücke, Partyhood Meatpacking District und – nicht zu vergessen – die Kunst. Ein Trip nach Kopenhagen: immer eine smarte Idee!

Es gibt kaum eine Stadt in der Größe von Kopenhagen (538.525), in der es derart viele sehenswerte, zeitgenössische Kunstmuseen  zu sehen gibt. Das LOUISIANA, zum Beispiel, die wichtigste Kunst-Institution Dänemarks. Es liegt rund 35 km von Kopenhagen entfernt, in Humlebæk (was wir hier mal als CPH Hood durchgehen lassen).

Erdacht wurde das Louisana, was in Sichtweite zum Meer liegt, in den 1950er Jahren von den Architekten Jørgen Bo and Wilhlem Wohlert. Eine stilvolle, zurückhaltende, nicht protzig-laute Architekur, eingebettet in die Natur. Die dänische Küste ist nur wenige Meter vom Louisana entfernt. Ein Meerbesuch gehört zur Pflicht, wenn ihr im Louisana vorbeischaut.

Das Programm des Louisana ist seit Jahren hochkarätig. Hier habe ich in den letzten Jahren große Ausstellungen von Marina Abramović und Yayoi Kusama, von der einer ihrer “Infinity Mirror Rooms” aufgekauft wurde, gesehen.

Aktuell wird im Louisana “BEING THERE” (bis zum 25. Februar) gezeigt. Eine Ausstellung, welche sich den Post-Internet-Artists widmet. In der u.a. Arbeiten u.a. von Ryan Trecartin, Ed Aktins und Pamela Rosenkranz zu sehen sind. Der Besucher erhält einen Überblick über die junge, aktuell einflussreiche Künstler-Generation.

Außerdem zu sehen: “7 x RUM x TID” (bis zum 2. April) eine Louisiana Sammlungspräsentation mit vielen Highlights: “Lauf der Dinge” von Fischli & Weiss, ein wie üblich goldgerahmtes Gemälde von Francis Bacon, eine Videoarbeit von Bill Viola, und, und. Sowie eine Ausstellung (bis zum 2. April) über den US-Art-Star mit Comedy-Affinität: George Condo.

Auch etwas außerhalb von Kopenhagen, in Küstennähe und ebenfalls sehenswert: das ARKEN Museum. Ein großer, dekonstruktivistischer Bau, der nach rund 20 Minuten Spaziergang von der Ishoj Station zu erreichen ist. Aktuell wird mit “My Music” eine Ausstellung gezeigt, in der man sich – ihr werdet es erraten – auf die Fusion von Kunst und Musik fokussiert.

Video-Kunstwerke wie “Sip My Ocean” von Lieblingskünstlerin Pipilotti Rist werden Seite an Seite mit Pop-Videos mit Kunstanspruch wie “Born this Way” von Lady Gaga oder “Elastic Heart” von Sia präsentiert. Des weiteren zeigt der Schweizer Künstler Ugo Rondinone in einem großen, separaten Raum im ARKEN eine Horde von Clowns, die, so der Kurator, alle Alltags-Emotionen des Menschen darstellen sollen.

Wer nach Louisana und Arken noch Kraft und Zeit für weitere Kunstbesuche hat, der sollte der Nikolaj Kunsthal, der Kunsthal Charlottenburg und dem Den Frie einen Besuch abstatten. In der jüngsten Vergangenheit gab es in der Nikolaj Kunsthal – einer für moderne Kunst umgebauten Kirche – eine extrem gute Ausstellung von Julien Rosefeldt zu sehen, dem mit “Manifesto” der weltweite Durchbruch gelang. Aktuell darf sich der Besucher auf “Law Shifters” von Stine Marie Jacobsen freuen (bis zum 1. April).

In der Kunsthal Charlottenburg erwartet den Art-Tourist noch bis 18. Februar Yoko Onos “Transmission” Schau. Und im Den Frie gibt es im Untergeschoss auf Screen in Kinoleinwand-Größe “Staging Silence II” zu bestaunen. Ein Videowerk vom belgischen Künstler Hans Op de Beeck, in der er mit Hilfe Schokolade, Kartoffeln, Zucker, Plastikflaschen diverse beeindruckend realistisch wirkende Szenarios entstehen lässt.

Kopenhagen – eine Oase für alle Art Lover – und easy und günstig zu erreichen. Im Flieger von Berlin habt ihr nur Zeit für ein sehr kurzes Nickerchen, denn nach ein paar Minuten geht es wieder runter, in den Landeanflug.  Daher: Do it, Do it!

„The Way I Think“ exhibition by George Condo @louisianamuseum #art #georgecondo #copenhagen #louisiana

Ein Beitrag geteilt von DKKR (@davidkurtkarlroth) am

Category: News

Tags: Arken Museum, Art Guide, Copenhagen, Damien Hirst, Kunsthal Charlottenburg, Nikolaj Kunsthal, Yayoi Kusama

Von: David Kurt Karl Roth

Instagram