Dandy Diary wird verklagt – zahlen soll aber bitte jemand anderes

Vor mittlerweile zwei Monaten hat uns eine Hamburger Rechtsanwaltskanzlei einen Brief geschickt, einen unerfreulichen. Weil wir so etwas schon seit Jahren ahnten und E-Mails, SMS, Anrufe, usw. sowieso viel zeitgemäßer finden, schauen wir nur äußerst selten in unseren Briefkasten. Das war, wie sich heute zeigte, ein riesen Fehler.

Als wir heute händchenhaltend im Morgenmantel (reine Seide, versteht sich) zu unserem Redaktionsbriefkasten galoppierten, ahnten wir nicht, was wir wenige Sekunden später in den Händen halten würden. Neben zahlreichen Liebesbriefen, einer Einladung zu einer osteuropäischen Fashion Week und einem halb verbrannten Taschentuch fanden wir den schon erwähnten Brief der Hamburger Kanzlei.

In ebendiesem Brief stand dann irgendein Quatsch über die “Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches” und das Wort “Mahnung”. Das finden wir natürlich gar nicht komisch, dürfen aber, das sagt zumindest unser halbseidener Rechtsbeistand, nicht näher ausführen, worum es geht.

Jetzt stehen wir also vor dem großen Problem, dass wir eine Summe von gut 3.000,- Euro auftreiben müssen, um unser kleines geliebtes Projekt Dandy Diary nicht untergehen zu lassen. Da wir jedoch unser gesamtes Hab und Gut für Kleidung, Drinks, Reisen und fette Klunker ausgeben, haben wir natürlich keine 3.000,- Flocken auf Tasche. Außerdem haben wir keinen Bock irgendwelchen verkackten Anwälten ihre schlecht geschnittenen Anzüge zu finanzieren.

Charity-Aktionen und so einen Mist finden wir, das ist ja klar, total doof. Es gibt schließlich bessere Aktionen, für die man spenden kann. Für Kinder in Ostafrika zum Beispiel. Daher haben wir uns dagegen entschieden eine große, einwöchige Spendengala mit TV-Übertragung und Moderation von Tillmann Prüfer im Kater Holzig zu veranstalten.

Weil wir aber sowieso jeden Tag unzählige E-Mails von PR-Agenturen, Uhrenherstellern, einem Dildofabrikanten und Modelabels erhalten, die gerne hätten, dass wir ihr Produkt hier auf Dandy Diary präsentieren, haben wir uns überlegt die 3.000,- Euro Schadensersatz einfach zu verkaufen.

Wer grad 3.000,- Euro locker sitzen hat und denkt, dass seine Marke, sein Produkt oder sein Unternehmen unbedingt bei Dandy Diary erwähnt werden sollte, hat jetzt die Möglichkeit sich ein so genanntes Advertorial zu erkaufen. Für 3.000,- Euro bieten wir drei rattenscharfe Posts, inklusive Bildern, Links und allem was es sonst noch so gibt an.

So, liebe PR- und Werbeagenturen, jetzt habt ihr endlich mal die Chance für kleines Geld in einem, wie man so schön sagt, attraktiven Werbeumfeld aufzutauchen.

Wir erwarten ernstgemeinte Angebote unter David’s E-Mail-Adresse (david@dandydiary.de), denn in den Briefkasten gucken wir sicherlich nie wieder!

Category: News

Tags: and justice for all, Dandy Diary

Von: Carl Jakob Haupt

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