Das Ende von FRUITS

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“Es gibt keine coolen Kids mehr in Harajuku”, so drastisch begründet Aoki, Gründer von FRUITS, das Ende des legendären Streetstyle-Magazine, deren Fokus der Style der progressiven Tokioter war.

In den Nineties – weitgehend “abgeschnitten” vom Rest der Welt – entwickelten japanische Kids noch unabhängig progressive Looks. Tokio war der Geburtsort von Subkulturen wie Gothic Lolita, Gyaru und Cyberpunk.

Tokio – die letzte Bastion für individuellen, experimentellen Stil – ist dabei zu fallen. Grund: die immer stärker vernetzte Welt. Eine Welt, in der Tokio’s Kids auf Instagram, Snapchat etc. quasi “live” sehen können, welche Marken ihre Stil-Idole tragen.

Auch große Fast Fashion Ketten wie H&M und Uniqlo spielen eine wichtige Rolle bei der Gleichschaltung vom Stil der Tokioter. Ketten mit ihren weltweit weitgehend gleichem Produkt-Portfolio, deren Beliebtheit in Japan enorm steigt, sorgen dafür, dass der Unterschied zwischen Tokio und Berlin immer geringer wird.

Im Vergleich zu anderen Städten gibt es in Tokio sicherlich noch immer die interessantesten Looks zu sehen, doch durchaus bemerkenswert, welche Entwicklung die “Insel des originellen Stils” hinter sich hat.

Sicherlich nur ein besonders prägnantes Beispiel für eine grundsätzliche weltweite Entwicklung: Gleichschaltung. Die letzte von insgesamt 233 FRUITS Print Issue wurde Dezember 2016 herausgegeben.

Online wird es FRUITS weitergeben, wenn auch in anderen Form, mit Fokus auf anderen Schwerpunkten:

“I’d like to donate the entire archive to fashion institutes or groups around the world for preservation and use. I think I might be the only person who has an archive of 80s London and Paris along with 90s Harajuku, so it’s my duty to make it public”, so Aoki gegenüber Dazed.

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Category: News

Tags: Harajuku, Streetstyles, Tokio

Von: David Kurt Karl Roth

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