Die Google-Brille gibt’s bald vielleicht in schön

Neulich habe ich sie ausprobiert, die Google-Brille, von der es weltweit bislang nur etwa 600 Stück geben soll und die eigentlich nur an Entwickler und Nerds ausgegeben wurde. Wie die Brille zu mir gelangte, lässt sich nicht mehr genau sagen. Es war jedenfalls viel rheinhessischer Landwein im Spiel – und ich bin ein sehr robuster Trinker.

Wie dem auch sei: ich hab das Teil aufgesetzt und ein bisschen rumgespielt. Das alles hat total Bock gemacht, ging kinderleicht und war ein großer Spaß – bis ich kurz zur Toilette ging und in den Spiegel schaute (nach unten traute ich mich nicht zu gucken, ich hätte ja versehentlich in einem Live-Chat stecken können). Mein Spiegelbild sah: scheisse aus. 

Das lag zum einen an dem vielen Wein, zum anderen aber an dem ästhetischen Brillengestellmix aus sportlich, nerdy und Robocop. Mit so einem Modell, das war mir sofort klar, würde es die Brille niemals in den Mainstream schaffen. Ich setzte sie enttäuscht ab, trank meinen Wein aus und ging aus Wut ohne zu zahlen. 

Nun aber hat GOOGLE eine Kooperation mit dem weltweit größten Brillenhersteller bekannt gegeben, mit LUXOTTICA, zu dessen Vieraugenimperium RAY BAN, OAKLEY und PERSOL gehören. Damit dürfte der Weg in die Massenmärkte und auf meine krummgeboxte Nase deutlich leichter fallen – auch wenn wir uns sicher auch erstmal an eine RAY BAN “Wayfarer” mit Robocop-Clip gewöhnen müssen. Aber wir haben uns ja immer irgendwie an alles gewöhnt. Auch an rheinhessischen Landwein.

Carl Jakob Haupt Dandy Diary wearing Google Glass

Von: Carl Jakob Haupt

Instagram