Hat sich eigentlich die gesamte deutsche Modebranche von “ISABEL MARANT pour H&M” kaufen lassen?

Es ist Montagmorgen und wir fühlen nichts als Hass. Daher verscherzen wir es uns jetzt einfach mal mit all unseren Blogger- und Magazin-Freunden und fragen:

Hat sich eigentlich die gesamte deutsche Modebranche von “ISABEL MARANT pour H&M” einkaufen lassen?

Eine kurze Facebook-Feed-, Instagram-, Twitter- und Google-Recherche ergiebt: jau, so isses wohl.

Der schwedische Kinderarbeitgeber H&M scheint diesmal also ordentlich Asche in die Hand genommen zu haben, um nahezu die gesamte deutsche Modemedienbranche einzuspannen. Selbst integerste Blogs scheinen schwach geworden zu sein, bei der Offerte aus Stockholm, beziehungsweise deren deutschen Hauptquartier in Hamburg.

Aber nun gut, wir sehen es Isabel und H&M mal nach, schließlich liefen die vorangegangenen Gastkollektionen größtenteils eher beschissen: VERSACE x H&M lief richtig mies und hing wochenlang in den Läden und bei MARGIELA x H&M wurde die Ware laut Insider “zu Tode reduziert” und ist “noch Monate später im Sale des Online Shops verschimmelt”.

Wir hoffen also, dass der warme Geldregen der vielen hübschen schwedischen Kronen auf deutschem Boden, der immerhin größter Absatzmarkt für H&M ist, Früchte trägt. An mangelndem Support von den Modemedien kann es diesmal jedenfalls nicht liegen.

Well done, liebe Kolleginnen und Kollegen (ihr Opfers!).

P.S.: Sollte sich unser Verdacht nicht halten lassen und die gesamte deutsche Modemedienbranche hat kein (!) Geld von H&M für die brutal hochfrequente Berichterstattung erhalten, sondern – sagen wir mal – einen Pullover aus der Kollektion, halten wir augenblicklich unsere Klappe, schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, rollen uns in die Embryonalstellung und fangen leise an zu weinen.

Category: Magazin

Tags: Blogger, fashion, H&M, isabel marant, media

Von: Carl Jakob Haupt

Instagram