Lesetipp: “Selbstdarsteller in der Modeszene” (Suzy Menkes // SZ)

Die Süddeutsche Zeitung hat den Hate-Artikel von Suzy Menkes übersetzt, in dem die Grand Dame der Modeberichterstattung über Blogger lästert.

Wir finden: vollkommen zu recht. Denn auch wir hassen Blogger. Allen voran uns selbst. Aber natürlich auch alle Kollegen. Hass allerorts! Yeah!

Suzy schreibt:

“Das Trara, das sich heute vor jeder großen Modenschau abspielt, scheint mittlerweile wichtiger zu sein als das, was drinnen, in den scharf bewachten Austragungsorten, gezeigt wird. Sich in Paris oder Mailand ohne Einladung in eine dieser Schauen zu schmuggeln, ist heute immer noch genauso schwierig wie in den 80er-Jahren, als leidenschaftliche Modejünger aus aller Welt sich so ruhig und unauffällig wie möglich in die Karawane der Eingeladenen einfädelten; in der Hoffnung, eines Tages vielleicht doch mal den Einlass passieren und eine Jean-Paul-Gaultier-Show live miterleben zu können.”

Im Ernst: Suzy Menkes spricht damit ein Thema an, dass jeder B-Klasse-Blogger mittlerweile halbjährlich zur Berliner Fashion Week beschreibt – und sich damit dutzender Klicks sicher sein kann. Hate-Beiträge gegen Blogger gehen schließlich immer runter wie ein eiskaltes Bier im Freibad. Gähn!

Wer sich im Jahr 2013 aber tatsächlich noch über pfauenartige Blogger vor den Fashion Week-Locations aufregt, ist sich sicher auch nicht zu schade für Pferdefleischwitze.

Der größte Witz an Suzy Menkes’ Artikel ist aber doch: es ist der bis dato meist gelesene und meist kommentierte Artikel ihrer Karriere – womit sie ihrer These gerecht wird, dass “Das Trara, das sich heute vor jeder großen Modenschau abspielt, scheint mittlerweile wichtiger zu sein als das, was drinnen, in den scharf bewachten Austragungsorten, gezeigt wird.”

Den Originalartikel findet ihr hier.

Die deutsche Übersetzung hier.

 

Category: Lesetipp

Tags: Blogger, Fashion Weeks, Hate, Suzy Menkes

Von: Carl Jakob Haupt

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