Lesetipp: Wie Coco Chanel ihr Logo fand

Julia Maier-Fürsattel hat für die Zeitschrift “Weltkultur” (Ausgabe 15/2011) die Ausstellung “Culture Chanel” in Peking besucht.

In ihrem Bericht beschreibt sie unter anderem die Inspirationssuche Coco Chanels bei befreundeten Künstlern:

“Erstaunlich etwa sind die stilistischen Ähnlichkeiten zwischen ihren Entwürfen und der abstrakten Formensprache Mondrians. So erinnern das Cover des ersten Chanel-Katalogs von 1924 oder die Verpackung für die “Chanel N° 5”-Parfum-Puderdose von 1930 in ihrer minimalistischen Gestaltung an die strenge Geometrie seiner Arbeiten. Das verspiegelte Art-déco-Treppenhaus ihres
Ateliers in der 31 Rue Cambon, erweckt die Illusion eines aus unzähligen Fragmenten zusammengesetzten, kubistischen Raums in dem sie sich gerne fotografieren ließ.”

“Mit Jean Cocteau war sie bis zu seinem Tod 1963 befreundet; sie entwarf etwa die Kostüme für sein Theaterstück Antigone (1922). Mit Dalí, zu dem sie ebenfalls eine enge Freundschaft pflegte, verbrachte sie 1938 vier Monate in La Pausa, ihrer Villa an der Riviera. Ihre gegenseitige Bewunderung führte zu einer Zusammenarbeit im Jahr 1939. Für sein Ballett Bacchanale fertigte Chanel die Kostüme. Ein reger kreativer Austausch bestand auch mit der im Pariser Exil lebenden russischen Avantgarde. Der den Dadaisten nahestehende Künstler und Verleger Ilia Zdanevich arbeitete von 1928 bis 1933 als Stoffdesigner für Chanel. Seine geometrischen Dessins orientierten sich an den Kompositionen der russischen Konstruktivisten.”

Der gesamte Artikel ist auf der Homepage der Zeit online verfügbar.

Bild: zeit.de

Category: Lesetipp

Tags: Chanel, coco chanel, inspiration, kunst, künstler, lesetipp, Paris

Von: Carl Jakob Haupt

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