Lieblingsurlaubshut

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Im Urlaub da wagt der Deutsche gern mal etwas. Auch modisch.

Er wird mutiger. Ein Angriff auf die Ästhetik. Das Gemeinwohl. Der Lieblingsurlaubshut aller Deutschen: der Trilby – der kleine Bruder vom Fedorahut, weniger hohe Krone und schmalere Krempe, normalerweise vorne leicht nach unten gebogen, dafür dann hinten steil nach oben.

Der Jazzmusiker Roger Cicero trug bei bei öffentlichen Auftritten gern Trilbys, doch – das muss man ihm zu gut erhalten – vergleichsweise edle Versionen. Der Durchschnittsdeutsche im Urlaub kauft meist einen weiß- oder beigefarbenen Billo-Trilby, den er sich dann auf die verbrannte Birne setzt.

Wir gehen mal stark davon aus, dass jeder Dandy Diary Leser weiß, dass eine derartige Kopfbedeckung inakzeptal ist, egal wo und wann, ob im Urlaub oder Daheim. Doch wir finden es bemerkenswert, dass der deutsche Urlauber genau zu diesem Hut-Modell greift und das massenhaft.

Liegt es an seiner Größe? So klein, dass man ihn problemlos im Alltag tragen kann? Trotzdem edel genug, so dass sein Träger wengistens im Urlaub zeigen kann, dass er ein Mann von Größe ist, mit Stilbewusstsein? Wir wissen es nicht, vielleicht hätten wir die beiden Burschen, feig von hinten am Flughafen fotografiert, mal befragen sollen.

Wir wünschen uns, dass der Deutsche auch im Urlaub zu einer zu ihm passenden Garderobe greift: Fischerhut, zuletzt auch bekannt als „Bucket Hat“. Authentisch soll es sein. Nur bitte nicht im Urlaub die vermeintlich stilvolle Seite entdecken – das endet nie gut, glaubt uns.

Category: News

Tags: deutschland, Trilby-Hut, urlaub

Von: David Kurt Karl Roth

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