SKEPTA Dokumentation

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Es gibt Künstler, die sollten ihr öffentliches Auftreten auf ihre Performances reduzieren. SKEPTA – König der UK-Grime-Szene – gehört definitiv dazu. Denn die vor etwas länger als einem Jahr veröffentlichte Skepta Dokumentation “Top Boy” ist nicht gerade förderlich für sein Image.

Die Grime Szene lebt im Gegensatz zur den Über-Stars des US Hip Hop von Glaubwürdigkeit. Kein Bling Bling. 100% Realness.

In der 30-minütigen Dokumentation werden Skepta und seine Buddies (Novolist etc.) auf US-Tour gezeigt. Der UK MC haut einen pathetischen Satz nach dem anderen raus, redet sich groß und macht sich damit klein. Er wirkt dabei so glaubwürdig, wie die letzte Staffel von der “Richterin Barbara Salesch”. Selbstdemontage par excellence.

Szenen, wie die, als SKEPTA und seine Boys tagsüber im Bus sitzen und eine Tüte drehen und Geld werfen (make it rain), wirken so übel inszeniert, dass es schmerzhaft ist, dabei zu sehen. Wir fragen uns: Werden wir jemals wieder “Shutdown” hören können ohne dabei an die flachen, sich selbst heroisierenden Sätze von SKEPTA denken zu müssen?

Gefühlte 100x Slow-Mo-Szenen in der von NOISEY produzierten Dokumentation sind auch nicht gerade hilfreich, um den Monologen von SKEPTA etwas entgegenzusetzen, was das Ganze noch einigermaßen erträglich machen würden.

Irgendjemand da draußen sollte SKEPTA dringend das deutsche Sprichtwort “Schuster, bleib bei deinen Leisten” übersetzen.

Category: Videos

Tags: Skepta

Von: David Kurt Karl Roth

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