So war das: Dandy Diary Party Berlin

“Oh Boy!”, mit diesem Ausruf hat Philip Mollenkott, lokaler Veranstalter unserer ersten Dandy Diary Party in Berlin, wohl nicht nur mich begrüßt, am Donnerstagabend. Schon seit Stunden war er im PizzaStrich, unserer Location für diesen Abend. Lediglich um sich im Atelier Creuzberg nochmal eine richtige Föhnwelle zaubern zu lassen, entzog er sich für einige Minuten den Vorbereitungen. Es sei ihm gegönnt – er sah fantastisch aus.

Dass sich all der Aufwand, den Philip hatte, gelohnt hat, wurde dann spätestens ab 23.00 Uhr offensichtlich. Während der Open Bar-Stunde war bereits so viel los, dass sowohl die Garderobenmarken als auch die Kleiderbügel zu Neige gingen. Damit hätten wir nicht gerechnet. Es versprach wild zu werden.

Nach 0.00 Uhr wurde die Musik lauter gedreht und das saufende Publikum wandelte sich zu einer tanzenden Masse. Der PizzaStrich war schon da genau richtig voll – auch wenn sich einige befreundete Saufbolde beschwert haben, dass sie 15 Minuten auf einen Drink warten mussten. Unser Freund Ulf erkannte, dass die Situation kippen könnte und ergriff die Initiative. Mit einem Satz sprang der Schauspieler auf die Bar und kippte Schnaps in sämtliche sich öffnenden Hälse. Es sollte nicht das letzte mal gewesen sein, dass er diesen Wahnsinnsmove bringen würde.

Während es drinnen auf der Party immer wärmer, lauter, voller und sexyer wurde, stand draußen auf der Oranienburger Straße schon mal präventiv ein Mannschaftswagen der Polizei. Die Beamten drohten mehrfach damit, die Party sofort zu beenden, sollte auch vor der Tür des PizzaStrichs über die Stränge geschlagen werden. Die Schlagstock-schwingenden Jungs ließen zum Glück mit sich verhandeln, blieben aber die ganze Nacht vor der Location, froren sich sicherlich so richtig den Arsch ab und schauten neidisch auf die tanzenden Peoples im Warmen.

Die letzten von über 500 Gästen kamen weit nach 4.00 Uhr. Aus Zürich. Der Flughafen Tegel konnte nicht angeflogen werden, also wich der Flieger nach Hamburg aus, von da aus nahmen sich die vier einen Mietwagen und gaben Vollgas. Das ist doch mal ein Einsatz, den wir geilo finden. Und weil wir das so stark finden, belohnen wir das mit lebenslanger Gästeliste auf allen Dandy Diary Partys für die Zürich-Kids.

Irgendwann in den frühen Morgenstunden, als sowieso schon alles egal, jeder wahnsinnig besoffen war und alle irgendwie mit allen knutschten, wurde die Bar wieder re-opened. “Alle Drinks umsonst”, oder ähnliches schrie David – oder war es jemand anders? Egal. Grandiose Idee, egal von wem sie kam. Also ging es nochmal so richtig rund. Die letzten Gäste krochen morgens um 9.00 Uhr im Schnee davon. Es war der Wahnsinn, schlicht und ergreifend. Wer nicht dabei war, war nicht dabei – und ist logischerweise nicht nur ein Idiot, sondern vor allem selbst dran schuld.

Aber: Die Party am vergangenen Donnerstag war selbstredend nur der Auftakt. Jeder, der die Sause verpasst hat, bekommt also eine zweite Chance. Die nächste Dandy Diary Party wird im Februar 2011 in Hamburg stattfinden. Wir freuen uns drauf und sind schon jetzt ein bißchen feucht im Schritt. Philip Mollenkott würde wohl sagen: “Oh Boy!”

P.S.: Es wurden einige Gegenstände gefunden, deren Besitzer sich gern bei uns melden dürfen. Wenn sich niemand meldet, machen wir einen kleinen Flohmarkt auf der nächsten Party oder so.

  • Schwarzes Unterhemd von Asos, Größe: S
  • Jeansjacke, Marke unbekannt, alt und abgefuckt
  • 20cm Dildo, Farbe: nude
  • Durex Gleitgel, 50ml
  • Portemonnaie ohne jeglichen Inhalt, Farbe: schwarz
  • Digitalkamera, Farbe: silber
  • Kette, silber mit Hundemarke dran
  • Calvin Klein Unterhose, Farbe: schwarz/weiß (allerdings ziemlich ramponiert)
  • Schuhsohle aus Leder, Größe: ca. 43

(Bild: Kaja Smith. Weitere folgen heute Abend, ein kleiner Film zur Party erscheint Anfang der Woche.)

Category: News

Tags: Berlin, Dandy Diary Party, party, Pizzastrich

Von: Carl Jakob Haupt

Instagram