Sonnenbrillen-Roulette

Neulich war es hier in Hamburg ziemlich bewölkt und unangenehm kühl, also bin ich kurzerhand nach München geflogen. In der warmen Sonne des Südens, und sei es auch nur des deutschen, fand ich beste Voraussetzungen, um mir darüber klar zu werden, welches Sonnenbrillenmodell denn mein diesjähriger Favorit sein könnte.

Während David immer noch auf der Suche nach einer Ray Ban “Onyx” ist, und dabei auch nicht vor wilden Rennradfahrer- oder Solariumslieger-Assoziationen zurückschreckt, bleibe ich in diesem Sommer der runden Brille treu.

Mein persönlicher Favorit ist derzeit ein Modell der italienischen Marke Persol, um genau zu sein das Modell PO 3002 C. Eigentlich ist es eine Korrekturbrille, auf die man bei Bedarf jedoch einen Sonnenschutz aufstecken kann. Sowas ähnliches hatte ich mir vor zwei Jahren mal in Amsterdam gekauft, dann aber blöderweise in einem Nachtclub liegen lassen – oder gegen einen Drink getauscht. Sicher bin ich mir da nicht mehr so genau.

Bild: Persol

Besonders schön an der Persol Brille ist nicht nur, dass sie in Italien handgefertigt wurde, sondern auch, dass der charakteristische Supreme-Pfeil, auf dem Bild erkennt man ihn noch am Rand der Bügel, hier eher klein ausfällt. Außerdem befindet man man sich mit einer solchen Brille in wahnwitzig guter Gesellschaft.

Wenn Wikipedia mich nicht anlügt, dann hat bereits Nicolas Cage im Film “Lord of War”, in dem er unter anderem Schwarzpulver mit Kokain nimmt und generell ein ziemlich wilder Typ ist, eine Persol Brille getragen. Weitere arschkoole Typen, die das auch von sich behaupten können: Steve McQueen, Daniel Craig und Pierce Brosnan.

Nur ich kann mich leider nicht in diese Gruppe einordnen. Preislich liegen die Brillen mit etwa 200,- Euro zwar noch im unteren Bereich, sind mir dank herber Verluste am Roulette-Tisch momentan aber doch zu teuer. Ich habe also drei Möglichkeiten, wenn ich nicht mit verbrannter Netzhaut weiterleben möchte:

a) Jemand schenkt mir entweder 200 Steine oder gleich eine Persol Brille (wichtig: Modell 3002 C).

b) Ich finde mein Amsterdammer Modell wieder.

c) Beim nächsten Casino-Besuch setze ich auf schwarz – und gewinne.

Alle drei Varianten bieten, da muss ich gnadenlos ehrlich zu mir selbst sein, eher nicht so viel Grund zur Hoffnung. Schade. Bye bye, liebe Netzhaut.

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Von: Carl Jakob Haupt

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