TOP 4: Die hottesten Berliner Tattoo-Artists

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In Berlin gibt es mehr Tattoo-Artists als Döner-Läden – na ja – nicht ganz so viele, aber auf jeden Fall eine ganze Menge, so viele, dass man schonmal den Überblick verlieren kann, daher für euch, eine ultimative Auswahl der lokalen Tattoo-Artists:

Suzan Rinow

Nachdem Suzan Rinow ihren Kunden literweise Tinte unter die Haut gestochen hat, geht sie in Berlins Techno-Tempel “Number One” – dem Berghain. Man findet sie jedoch nicht nervös, mit schweißnassen Händen und klapprigen Knien in der kilometerlangen Menschenschlange, auf die Musterung von Berghain Türsteher Marquardt wartend, sondern in der Regel hinter der Theke, um den feierwütigen Nachtmenschen Schnaps in die Kehle zu gießen. Damit wäre dann wohl auch das „Die kenne ich doch von irgendwoher“- Ding geklärt. Bevor Suzan zum Tattoo stechen / Bartending kam, studierte sie ‘Bildende Künste’ in Düsseldorf und anschließend ‘Visuellen Kommunikation’ an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. Für ihre Abschlussarbeit übertrug die Tattoo-Künstlerin (nie hat die Begrifflichkeit besser gepasst) dann ihre Zeichnungen vom Papier auf den Menschen und widmet sich seitdem feinen Dotworks – Monde, Landschaften und geometrischen Formen – mit denen sie sich in der Haut ihre Kunden verewigt. 

THESE ROTTEN DAYS

Hinter „These Rotten Days” steckt Philipp – ein extrem sympathischer Typ, dessen Tattoos die tadellosen Körper von mindestens einem Dutzend Influencer zieren, bei ihm waren ALLE unter der Nadel. Er selbst ist mittlerweile auch so etwas wie ein kleiner Social-Media-Star (hier geht es zu seinem Instagram-Account). Mit den Tattoos fing Philipp an, weil er die Tätowierungen eines Freundes „so geil“ fand. Daher besorgte er sich eine Tattoo-Maschine und legte einfach mal los (“Trial and Error”), netterweise erst am eigenen Körper, später bei Freunden, dann bei Kunden. Nachverfolgen kann man die ersten Versuche des Tätowiereres heute leider nicht mehr. Sie verstecken sich unter seinen pechschwarzen Oberarmen, die der Wahlberliner gern mal in Tanktops zur Schau stellt. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Tattoo-Artist ist Philipp auch Model. So sieht man “Mr. These Rotten Days” sich auch schonmal lasziv im Bett räkeln, nackt, ausschließlich mit einen Skateboard vor dem Gemächt, geschossen für die Amano Group. Oder mit „Strong Look“ in die Kamera schauend, vor all den Berlin-Mitte Hot Spots posierend. Mit der „These Rotten Days“- Ästhetik, welche geprägt ist von Rosen, simplen Silhouetten, Schriftzügen und Messern in Form von Blackworks, will Philipp schon bald in die Mode gehen, vielleicht auch sein eigenes Label aufbauen. Das erste Shirt gibt es übrigens schon:. „Offered her the world she said she had her own.“, prangert in schwarz auf weiß. Er wäre nicht der erste Tattoo-Artist, der groß in Mode kommt (lang lebe Ed Hardy). 

 

 

David Frisch

Ein Delfin, darunter der Schriftzug „Fuck Sushi Eat Meat“, ein “trauriger Stern”, dazu „Superstar“. Zeichnungen mit passenden Sprüchen und satirischem Charakter lassen den jungen Berliner- Tattoo – Artist herausstechen. Sein Werk lässt uns an Künstler David Shrigley denken, der mit einer ähnlichen Ästhetik arbeitet. Für seine Blackworks nimmt David Frisch sich und seine Motive offensichtlich nicht ganz so ernst – die perfekte Ausführung mit der Nadel dabei doch umso mehr. Für all diejenigen, die Frisch’s Stil lieben, jedoch keine Lust auf ein Tattoo haben, gibt es die kleinen Kunstwerke des Tatöwierers auch in gesammelter Print-Form zu kaufen. Im Tattoo-Zine „Out There“ bekommt ihr zusätzlich zu Davids Instagram noch weitere Bildchen + Weisheiten „to go“. Auch für David selbst eine gute Alternative, er selbst hat nämlich ebenfalls kein einziges Tattoo auf seiner Haut zu verzeichnen.

Tobias Vetter

Nachdem man ihm im Ruhrgebiet das Tätowieren nicht zutrauen wollte, zog Tobias Vetter kurzerhand in die Hauptstadt, hielt sich erst mit Gelegenheitsjobs als Illustrator über Wasser, bis er es dann noch einmal versuchte: Er kaufte sich Nadel und Tinte – dann folgten erste Selbstversuche auf dem eigenen Oberschenkel – daraus entwickelte sich schnell eine eigene, minimalistische Bildsprache: geprägt von Architektur, Contemporary Art und Fotografie – inspiriert von der Tattoo-Kunst des späten 19. Jahrhunderts. Tätowieren lassen kann man sich von Vetter im Hinterraum vom Mitte’s hippen Friseur Vektor Leske. Wenn Vetter nicht gerade dabei ist sich in der Haut seiner Kunden zu verewigen, dann ist er in Fechtner Delikatessen zu finden. Einem Coffee Place, welchen der Tattoo-Künstler mit seiner Freundin eröffnet hat.

Category: Special

Tags: Berlin, David Fischer, Suzan Rinow, Tattoo, These Rotten Days

Von: Angelika Watta

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