Trump’s modisches Pendant: Philipp Plein und Balmain

🏆🏆

Die Mode ist, so sagt man so schön, Spiegel unser Gesellschaft. Doch manchmal kommentiert sie nicht nur Gegenwart oder interpretiert Vergangenheit, sondern lässt erahnen, was die Zukunft so für uns bereit hält.

Vor rund zwei Jahren begann der internationale Siegeszug von Balmain und Philipp Plein – zwei Marken, die in ihren Entwürfen, ihren Kampagnen und Auswahl ihrer Models (oder gar Freundin, wie bei Plein) protzigen Sexismus propagieren.

Das modische Pendant zu Donald Trump, der nur wenige Jahre später später,  kurz nach dem Erfolgszug der „Hyper-Flashy-Labels“ zum 45. Präsident der USA vereidigt wurde, an seiner Seite: seine Gattin Melanie Trump, im Balmain Coat.

Die perfekt das alte Rollenbild der „Frau“ darstellt. Ihr Mann, der sich – wie seine Anhänger – die „guten, alten Zeiten“ herbeiwünscht, hat es auf den Posten des mächtigsten Mann der Welt geschafft, trotz mehrfacher, verbaler, sexistischer Entgleisungen, die erahnen lassen, welche Rolle Trump der Frau zu ordnet, hier zwei Beispiele aus einem publik gewordenen Video: „Ich versuchte sie zu ficken“, „Du kannst sie überall anfassen“ etc.

Seine Reden bestechen durch simple, laute Parolen („Mauer zu Mexiko“), die auch vom letzten Redneck verstanden und frenetisch bejubelt werden können. Ähnlich simpel geht es im Design von Plein von Balmain zu: sexy Glitter & Glamour.

Es gibt keine weiteren Inhaltsebenen, wie bei Miucca Prada oder Raf Simons, sondern einfach zu verstehende, massenkompatible Entwürfe und Darstellungen. Verachtet vom Mode-Establishment, den Intellektuellen, geliebt vom Volk, den Massen.

Enorm wichtig für den Erfolg von Trump (Twitter: 25,9 Millionen Follower) sowie sein modisches Pendant sind ihre Social Media Channels: Plein und Balmain Designer Olivier Rosteing nutzen Instagram, um ihre Marke zu pushen. Ihre favorisierten Hashtags: #balmainarmy und #dynasty (Plein) – die Marke wird als Familie, als Bewegung inszeniert.

Wie auch bei Trump, der am liebsten gleich seiner ganze Familie einen Job in der US-Führungsregie verpasst hätte. Und wenn der US-Präsident von seinem Wahlsieg spricht, dann nutzt er bemerkenswert oft den Begriff der Bewegung: „Part of a historic movement which the world has never seen before“ – strategisch geschickt, um seine Anhänger zu integrieren, somit weiterhin für seine Zwecke zu mobilisieren.

Bekannt wurde Trump durch Reality-TV („The Apprentice), ebenso wie ein Großteil der Stars, die Balmain unter Olivier Rosteing groß machten: der Kardashian Clan („Keep up with Kardashians“), die allesamt Social-Media-Maschinen sind.

Vulgarität und Primitivität, groß, laut, protzig – vom gold-glänzenden Trump Tower bis hin zur mit Strass überladenen Philipp Plein Lederjacke.

Welcome to the Year 2017!

Category: News

Tags: Balmain, philipp plein, Trump

Von: David Kurt Karl Roth

Instagram