Yves Saint Laurents afrikanische Oase: Der “Jardin Majorelle” in Marrakesch

Vergangene Woche bin ich für ein paar Tage nach Marokko gereist. Natürlich war ich auch in Marrakesch, der sogenannten “Perle des Südens”.

Auch der große französische Modeschöpfer Yves Saint Laurent, Gott habe ihn selig, fand scheinbar, dass Marrakesch eine wahre Perle ist. Ab dem Jahr 1966 reist er immer wieder mit seinem Partner, dem Unternehmer Pierre Bergé, dorthin – und immer wieder besuchen sie einen kleinen, dicht bepflanzten Garten im Stadtteil Guéliz.

Dieser Garten wurde 1923 vom französischen Maler Jacques Majorelle erschaffen und später nach ihm benannt. Anfang der 1980er Jahre sollte der Garten einem Hotelprojekt weichen. Das fanden Yves Saint Laurent und Pierre Bergé aber ziemlich doof – also kauften sie ihn kurzerhand.

Saint Laurent fand durch den bunt bepflanzten Garten und das strahlend blau (“Majorelle bleu”) gestrichene Haus einen neuen Zugang zu leuchtenden, kräftigen Farben und scheinbar auch einen inneren Ausgleich. Er verlegte seinen Lebensmittelpunkt nach Marokko. Nach seinem Tod im Jahr 2008 wurde die Asche des einflussreichen Designers im Garten verstreut – Grund genug für mich, stilecht im Blumenprint-Hemd, mal dort hin zu gehen und ein wenig an der Erde zu schnuppern, mich daran zu reiben und tief in den Geist Yves Saint Laurents einzutauchen.

Der Garten ist wirklich außerordentlich schön und eine lebensbejahende Oase im hitzig-staubigen Marrakesch. Jedem Marokkoreisenden kann ich einen entspannt-träumerischen Tag im “Jardin Majorelle” nur empfehlen, das ist ja klar.

Fotos: Carl Jakob Haupt

Category: News

Tags: blau, garten, Jardin Majorelle, marokko, Marrakesch, Yves Saint-Laurent

Von: Carl Jakob Haupt

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