Zu Besuch bei Ralph Lauren in Paris

Auf Einladung von Ralph Lauren – der Marke, nicht der Person – war ich am Freitag in Paris, um mir den nun auch schon ein Jahr alten Flagshipstore im Stadtteil St. Germain anzusehen.

Clever wie ich nun mal bin, habe ich nach nur zwei Stunden Schlaf den frühestmöglichen Flug am Freitagmorgen genommen, so dass ich nicht nur zwei Mal in der S-Bahn zum Flughafen eingeschlafen bin, sondern auch völlig übermüdet in Paris ankam.

In mein Hotelzimmer konnte ich zu dieser Uhrzeit natürlich noch nicht, also schlurfte ich ein wenig durch die Südstadt, wanderte weiter nach Norden, verlief mich ein bißchen, wunderte mich, wie jedes Mal, über die riesige Schlange vor dem Falafel-Laden im jüdischen Viertel – und kam gegen 15 Uhr geistig und körperlich verwirrt im Hotel an. Dort schlief ich. Zu kurz.

Von meinem Hotel, dem Bel Ami, das direkt gegenüber des legendären Nachtclubs Montana liegt, konnte ich zum Ralph Lauren Store laufen. Die angegebenen zehn Minuten entpuppten sich als Lüge. Es waren vielmehr drei.

Nach Begrüßung von diversen Mädchen und Jungen und Frauen und Männern vor dem und im Laden ging die Tour durch das Haus – trés francais – mit einem Champagner los. Ich erwachte so langsam.

Der wahnsinnig schöne Laden, der direkt auf dem Boulevard St. Germain und schräg gegenüber des Café de Flore liegt, bot alles menschen- und markenmögliche auf, um mir zu zeigen: Ralph Lauren ist mehr als eine Polo-Shirt-Marke. Habe verstanden.

Vom Purple-Label für den gut betuchten älteren Herrn, über die sportlichere Black-Label-Linie bis hin zu Bread-and-Butter-tauglicher, nun ja, “Koolness” hat die amerikanische Marke wirklich alles zu bieten. Von wegen nur Polo-Shirts.

Geplättet von den vielen holzgetäfelten Räumen, den riesigen Schränken, dem zebrafellbezogenen Hocker (nicht draufsetzen!) und natürlich den unzähligen verschiedenen Kollektionen, kam mir das anschließende Dinner sehr gelegen.

Im hauseigenen Restaurant “Ralphs” saß ich dann. Und zwar an einem kleinen Tisch, an dem drei weitere, nennen wir sie mal “Medienschaffende” aus Deutschland saßen. Das war sehr nett.

Dass mich der Chaffeur, der mich zum Flughafen bringen sollte, am nächsten Morgen allerdings zwei Stunden zu früh wecken ließ, das war nicht so nett. Schließlich hatte Ralph Lauren – die Marke, nicht die Person – den ganzen Abend lang für reichlich Champagner und guten Weißwein gesorgt. Wiedermal hatte ich einen frühen Flug zurück gebucht – und wiedermal schlief ich in der Hamburger S-Bahn zwei Mal ein.

Alle Bilder: Carl Jakob Haupt

 

Category: News

Tags: Paris, ralph lauren, st germain

Von: Carl Jakob Haupt

Instagram